2 Bewertungen

Der Friedensgedanke in der Geschichte

Am 13. Dezember 2012 um 13:40 Uhr wurde von Oliver eine Friedenskerze angezündet.
Diese Friedenskerze wurde bisher 1.330 mal besucht. Es wurde bisher kein Kommentar verfasst.
Gruppe: Geschichte
Ursprünglich scheint der Friede nirgends als Normalzustand angesehen worden zu sein. Er musste „gestiftet“ werden (vergleiche den germanischen Rechtsbegriff der „Einfriedung“).
In der griechischen Antike bezeichnete der Begriff „eirene” (ειρήνη) bis ins 5. Jahrhundert v. Chr. einen statischen Zustand von Ordnung, Wohlstand und Ruhe. Die Göttin Eirene als personifizierter Friede wurde mit dem Füllhorn, dem Symbol des Reichtums dargestellt. Der Krieg galt als Normalzustand in den Beziehungen zwischen den griechischen Poleis. Entsprechend wurden Friedenszeiten meist mit Begriffen wie „spondai” (σπονδαι), „synthekai” (συνθῆκαι) oder „dialysis polemon” (διάλυσις πολέμων) umschrieben, die in etwa die Bedeutung von „Waffenstillstand” hatten. Erst gegen Ende des Peloponnesischen Krieges wurde „eirene” zunehmend im heutigen Sinne des Worts „Friede” gebraucht. Auch Friedensverträge wurden jetzt als „eirene” bezeichnet. Beides ist ein Hinweis darauf, dass sich nach Jahrzehnten des Krieges die Einsicht durchsetzte, dass der Friede der anstrebenswerte Normalzustand sei. In der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. kam die Idee des Allgemeinen Friedens, der „koiné eiréne” (κοινή ειρήνη), auf, die eine dauerhafte Friedensordnung auf der Basis von Autonomie und Gleichberechtigung der griechischen Staaten vertraglich begründen sollte. Es erwies sich aber, dass eine solche Ordnung letztlich nur durch eine starke Hegemonialmacht garantiert werden konnte.
Die Römer benutzten als Friedensbegriff die lateinische Bezeichnung „pax“ (aus pangere einen Vertrag schließen). Man unterschied dabei den häuslichen, familiären Frieden, den zwischenstaatlichen Frieden, sowie den religiösen Frieden mit den Göttern. Nur der Friede auf allen drei Ebenen konnte ein ausgewogenes Leben garantieren. Zum Leitbild eines ausgreifenden Friedens wurde die Pax Romana bzw. Pax Augusta der römischen Kaiserzeit.
Diese Kerze ist erloschen. Sie könne diese Kerze erneut entzünden.Diese Friedenskerze jetzt erneut entzünden

Kommentar verfassen

Schreiben Sie einige freie Worte, drücken Sie Ihr Mitgefühl mit einem Gedicht oder Zitat aus, oder verfassen Sie einige persönliche Worte.

Melden Sie einen unangemessenen Beitrag

Hier haben Sie die Möglichkeit einen unangemessenen Beitrag zu melden.

Melden Sie einen unangemessenen Beitrag

Hier haben Sie die Möglichkeit einen unangemessenen Beitrag zu melden.

Diese Kerze verlinken

Nutzen Sie den Code, um den Banner zu Ihre Kerze in einem Forum oder auf Ihrer Webseite veröffentlichen und mit anderen teilen.

Vorschau
Code für Foren Code für die Webseite

Die Friedenskerze mit der Überschrift "Der Friedensgedanke in der Geschichte" wurde am 13. Dezember 2012 um 13:40 Uhr von Oliver entzündet und und ist erloschen. Sie können die Kerze hier neu entzünden. Diese Friedenskerze wurde bisher 1.330 mal besucht und bisher nicht kommentiert und der Gruppe "Geschichte" zugeordnet. Hier können Sie diese Friedenskerze auf Facebook weitersagen.